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Worauf Sie beim Kauf einer Immobilie achten sollten

Sie fragen sich was sie beim Kauf einer Immobilie alles beachten müssen? Wir haben die wichtigsten Fragen für Sie beantwortet.

Unter dem Begriff "Hausgeld" versteht man, im übertragenen Sinne, die Nebenkosten die der Besitzer zu tragen hat. Gerade für Immobilienbesitzer die vermieten wollen ist es ein wichtiger Begriff, denn das Hausgeld beinhaltet auch Nebenkosten die nicht auf den Mieter umgewälzt werden können. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für den Schornsteinfeger, oder die Kosten für die regelmäßige Pflege der Grünflächen die nicht vom Mieter genutzt werden können. Es gibt aber ebenso Kosten, die direkt auf die Mieter des Hauses umgelegt werden können und anteilig durch sie zu tragen sind: Dazu gehören die Kosten für die Müllabfuhr, oder die Reinigung. Eine häufig falsch interpretierte Kostenstelle sind die Gebäudeversicherungen. Diese sind in keinem Fall vom Mieter zu tragen und alleinige Sache des Vermieters.

Das Hausgeld wird in Eigentümergemeinschaften oder durch die Hausverwaltung bestimmt. Gerade private Vermieter sollten ihre Mietverträge in diesem Punkt auf Korrektheit prüfen lassen, denn hierzu gibt es eindeutige Urteile seitens der zuständigen Gerichte in Deutschland. Als Laie ist es deswegen empfehlenswert die Hilfe eines Rechtsanwaltes anzunehmen, oder ein Standardformular für den Mietvertag zu verwenden. Übrigens kann das Hausgeld in den meisten Fällen direkt steuerlich geltend gemacht werden, wobei hier natürlich wieder die Besonderheiten des gültigen Einkommenssteuerrechts zu beachten sind.

Neben dem eigentlichen Kaufpreis gibt es noch eine Reihe von zusätzlichen Kosten mit denen gerechnet werden muss. Im Schnitt kommen an die 15% des bisherigen Kaufpreises als zusätzliche Kosten in Betracht. Diese unterteilen sich in verschiedene Positionen und sind teilweise entweder immer fällig, oder aber fallbezogen fällig. Zu letzterem gehört beispielsweise die Maklercourtage. Diese muss natürlich nur dann bezahlt werden, wenn die Hilfe eines Maklers beansprucht wird. Weitere Nebenkosten sind anfallende Gebühren für den Notar, oder für die Behörden welche im Zuge des Kaufvorgangs mit einbezogen werden müssen. Muss für den Kauf ein Darlehen aufgenommen werden, so werden die hierfür anfallenden Zinsen ebenfalls zu den zusätzlichen Kaufkosten gezählt und beeinflussen so die gesamten Kosten für den Kauf der Immobilie.

Übrigens: Die Courtage eines Maklers ist nur dann fällig, wenn der Kaufvertrag zustande gekommen ist. Es müssen also beide Parteien mit dem Geschäft einverstanden sein, ansonsten kann für die Vermittlung keine Provision seitens des Maklers verlangt werden. Zudem muss die Höhe der Courtage vorab schriftlich fixiert werden und ist ein Bestandteil des Kaufvertrages. Es lohnt sich auf jeden Fall vorab Informationen über die ortsübliche Höhe und Beschaffenheit der Gebühren einzuholen um so die zusätzlichen Kosten kalkulieren zu können.

Das Exposé unterliegt teilweise der freien, aber auch der gesetzlich geregelten Gestaltung. Es dient in aller erster Linie als erste Information und soll natürlich Kaufinteressenten anlocken und zu einem Besichtigungstermin überzeugen. Deswegen sollten viele Fotos vorhanden sein, sowie eine möglichst exakte Beschreibung der Lage und der baulichen Beschaffenheit. Zudem ist die Anlage eines Energieausweises verpflichtend, mit dessen Hilfe der potentielle Käufer direkt die Energieeffizienzklasse seines künftigen neuen Heims erfahren kann. Die Objektbeschreibung befasst sich, wie in den vorigen Zeilen schon erwähnt, mit der genauen Beschaffenheit, der baulichen Situation und natürlich auch der Lage der Immobilie und ist ein erster Anhaltspunkt für die wichtigsten Informationen über das Objekt.
Der Erfolg liegt bei der Besichtigung ebenfalls in der Vorbereitung. Dazu gehört es den richtigen Zeitpunkt für einen Termin zu finden. Ideal sind Termine am Abend oder an den Wochenenden, da viele Interessenten berufstätig sind. Mittlerweile hat sich auf dem Immobilienmarkt ein Besichtigungstourismus entwickelt. Damit Sie ihre Zeit nicht an Interessenten verschwenden, die nichts kaufen, sondern nur schauen wollen, können Sie im Vorfeld einen Liquiditätsnachweis verlangen, der bestätigt, dass ein Interessent genügend Geld hat, um das Haus kaufen zu können. Am eigentlichen Besichtigungstermin sollten Sie dafür, dass Sauberkeit und eine angenehme Atmosphäre herrschen. Hier können Sie sich an Verkaufsstil der Amerikaner ein Beispiel nehmen, die Interessenten mit frischen Keksen oder kleinen Häppchen und gekühlten Getränken begrüßen.
Der Energieausweis ist seit dem 1. Mai 2014 bei jedem Gebäude, welches verkauft werden soll Pflicht und muss seitens der Verkäufer zur Verfügung gestellt werden. Er gibt an wie umweltfreundlich der Energieverbrauch des Hauses ist, und Auskunft über etwaige erfolgte Verbesserungen. Das Dokument umfasst vier Seiten und muss seitens der Verkäufer, oder seitens des Maklers im vollen Umfang zur Verfügung gestellt werden. Je grüner die Skala auf der farblichen Darstellung, umso energieffizienter ist das Haus gebaut. Für Käufer ist das eine wichtige Information, können doch so die Betriebskosten deutlich gesenkt werden.
Nur selten sind private Käufer in der Lage die volle Kaufsumme zu bezahlen. Aus diesem Grund ist es immer sinnvoll sich möglicht breit gefächert über die unterschiedlichen Modelle zur Finanzierung zu informieren. Zum einen kommen natürlich Darlehen in Betracht. Hier kann man vergünstigende Optionen wie einen aktiven Bausparvertrag, oder anderweitig günstige Konditionen und Angebote nutzen. Ebenso sollte man sich als künftiger Hausbesitzer auch immer über die verschiedenen staatlichen Subventionen informieren die zur Verfügung stehen. Hier kann man schnell einiges an Geld sparen und so die zusätzlichen Kaufkosten effektiv drücken. Hierfür benötigt man natürlich eine Reihe von Unterlagen, sowie das entsprechende Fachwissen. Ein Makler ist hier immer gerne behilflich, es gibt aber auch ortsansässige Vereine oder spezialisierte Rechtsanwälte die einen Immobilienkauf direkt betreuen und sich auf dieses Themengebiet konkret spezialisiert haben.
Diese Frage stellen sich viele Menschen, wenn es darum geht die eigenen Träume von den vier Wänden zu verwirklichen. Beide Methoden haben ihre Vorteile, weswegen man die letzte Entscheidung immer aufgrund der individuellen Situation fällen sollte. Als Mieter hat man natürlich deutlich weniger Aufwand und Verantwortung, trägt allerdings auch das Risiko eines plötzlichen Verlusts der eigenen vier Wände. Demgegenüber können Hausbesitzer unter Umständen sogar Gewinn aus ihrer Investition schlagen und sich zusätzliche Einnahmen durch die Vermietung der Immobilie sichern. Dafür tragen sie dann auch das volle Risiko und benötigen eine Menge an Fachwissen und Know-How im rechtlichen, und im bautechnischen Bereich.